Ich bin 1,90 und schlafe auf einer 2,20 Meter Matratze. Ich wollte ein schwebendes Bett. Mit Kopfteil. Mit Nachttischen die nicht wackeln. In meinen Massen. Das gibt es nicht. Also habe ich aufgehört zu suchen und angefangen zu bauen.
Die Idee habe ich online gesehen und sie war simpel: die Füsse so weit nach innen ziehen, dass man sie nicht mehr sieht. Also habe ich V-förmige Streben gebaut
— schräg nach innen in den Rahmen, über den Boden hinweg, und auf der anderen Seite wieder schräg hoch. Von vorne sieht man sie fast nicht, ausser auf grössere Distanz. Sauber hineingesetzt, nichts im Weg, ein Traum zum Putzen.
Das ganze Bett funktioniert wie Lego. Eindrehgewinde und Gewindeschrauben überall — man kann es alleine zusammenbauen und wieder auseinandernehmen. Rahmen zusammenstecken, Kopfteil drauf, Nachttische dran, fertig. Oder alles wieder zerlegen und woanders aufbauen.
Dazu noch ein LED-Strip — manchmal unten am Bett, manchmal am Kopfteil, je nachdem wie das Zimmer gerade eingerichtet ist.
Beim alten Bett hatte ich schon ein Kopfteil mit einer Ablage oben drauf — das wollte ich wieder. Hier kamen dann noch die Nachttische dazu. Direkt ans Gestell geschraubt
, Oberkante exakt auf Matratzenhöhe — eine Ebene, kein Greifen nach oben oder unten. Verrutschen nie, Staubsaugen kein Problem. Mit Blum Movento Beschlägen und Push-to-Open: reindrücken, Schublade fährt raus.
Keins, eins oder beide — frei wählbar. Das Kopfteil ist abnehmbar, trägt die Nachttische, hat oben die Ablage. Alles lässt sich zerlegen und neu kombinieren.
Winter 2023/24, drei Monate gebaut, irgendwo zwischen 50 und 100 Stunden. Massivfichte, in meinem selbst ausgebauten Zimmer. Mein erstes Signature Piece. Nicht alles perfekt — die Schubladen würde ich heute aufteilen, beim Lackieren hatte ich weniger Erfahrung, und es gibt ein paar kleine Stellen wo man sieht dass das mein erstes Stück auf diesem Level war.
Aber ich schlafe seit über zwei Jahren darin und es gibt nichts, wo ich sage: das nervt mich. Nichts was ich massiv anders machen würde. Es erfüllt vollkommen seinen Zweck. Und falls der Rost mal bricht — ist mir schon passiert — sind das 15 Minuten Arbeit, weil ich den auch selbst gebaut habe.
Wenn ich mir Signature Piece 02 anschaue, sehe ich was sich seitdem verändert hat. Verarbeitungsqualität, Lackierung, Durchdachtheit — nochmal ein komplett anderes Niveau. Aber wenn das hier nicht einem gewissen Standard entsprechen würde, wäre es nicht Signature Piece 01. Es ist 01 weil es damals das Beste war was ich konnte. Und es ist immer noch verdammt gut.
Signature Piece 02 — Audio-Ritual-System